Rund ums Kind

Ob Stubenhocker oder ein Kind mit Bienen im Po: Unfälle können immer passieren. Kleinkinder entdecken fast täglich neue Fähigkeiten, sie sind an allem interessiert und erkunden mit viel Heiterkeit ihre Umgebung.

Mit zunehmendem Alter wächst das Risiko vor Gefahren. Eltern müssen dafür sorgen, dass die eigenen vier Wände immer die maximale Sicherheit für ihren Nachwuchs gewährleisten.

In Deutschland werden jedes Jahr etwa 1,8 Millionen Kindern zu Hause verletzt. Selbst scheinbar harmlose Gegenstände und Arbeitsabläufe, die für Erwachsene keine Gefahr darstellen, können für Kinder eine ernstzunehmende Gefahr darstellen. Meistens bleibt es bei einem kleinen Kratzer und die Tränen trocknen schneller als die Wunde heilt. Nicht immer sind Kinder so glücklich: Schwere, teilweise tödliche Verletzungen, können sie lebenslang schädigen.

Erste Hilfe leisten

Eine typische Situation: Eine Familie hat sich vor kurzem auf immobilienscout24.de nach einer neuen Wohnung umgesehen und ihr Traumhaus gefunden. Nach dem Umzug werden die Kartons ausgepackt, es herrscht aber noch generelles Chaos in der neuen Wohnung. Das Kind spielt munter im Haus, rennt unbeaufsichtigt umher und stürzt über das Kabel einer Bohrmaschine. Dabei verletzt es sich so stark, dass es Erste Hilfe benötigt. In dieser Situation bleibt den Eltern nur eines übrig: Ruhig bleiben und schnell handeln.

In Deutschland vergehen zwischen Notruf und dem Eintreffen des Krankenwagens durchschnittlich zehn bis 15 Minuten. In ländlichen Gebieten kann diese Zeitspanne durchaus länger sein. Erste Maßnahmen für die Eltern:

– Ruhe bewahren
– einen Überblick über die Gefahrensituation verschaffen
– das Kind aus der akuten Gefahrensituation retten
– die Gefahrenstelle absichern- das Kind beruhigen und auf Verletzungen untersuchen- Atmung kontrollieren und prüfen, ob Atemwege frei sind- Puls und Herzschlag prüfen
– bei Atem- und Herzstillstand Mund-zu-Nase-Beatmung beziehungsweise Herzmassage beginnen

Damit es erst gar nicht zu einer solchen Situation kommt, nachfolgend wichtige Tipps für Eltern, wie sie ihre Wohnung für Kinder absichern können.

Thermische Verletzungen

Kinder sind unberechenbar: Sie interessieren sich für alles, was sich im Haus befindet. Gerade im jungen Alter kennen sie keine Furcht. Wenn sie eine Herdplatte sehen, werden sie diese mit Sicherheit anfassen, auch wenn Mama und Papa davon abraten. Für eine thermische Verletzung gibt es drei Schweregrade:

– Hautrötung
– Hautrötung mit Flüssigkeit gefüllten Blasen
– Schneeweiße oder bräunlich-schwarze Verfärbung

Damit das Kind nicht aus eigener Erfahrung die Tücken einer Herdplatte erleben muss, sollten Eltern ein Herdschutzgitter kaufen. Das Gitter wirkt wie ein Zaun, die Kleinen können nicht darüber fassen und sich somit auch nicht verletzen.

Erste Erfahrung mit Tieren

Jedes Kind hat früher oder später den Wunsch nach einem Haustier. Lebendiges hat Kinder schon immer fasziniert: Ob Ameisen, Fliegen, Hunde, Katzen oder Pferde – die Kleinen beobachten mit großer Aufmerksamkeit, wie sich alle möglichen Lebewesen verhalten. Das Verhalten der Tiere löst beim Nachwuchs Abscheu, Angst aber auch Freude aus. Wichtig für Eltern:

– Kinder zum richtigen Umgang mit Tieren erziehen
– artgerechte Tierhaltung beibringen
– das Verhalten unterschiedlicher Tierarten erklären
– Vorsicht bei fremden oder gefährlichen Tieren (einige Hunderassen)

Das Berühren „wilder“ Tiere sollten Eltern immer kontrollieren – und zwar nicht zum Schutz des Kindes, sondern eher der Tiere. Kinder müssen zunächst begreifen, dass ein Schmetterling beispielsweise sehr gebrechlich ist. Bei größeren Tieren haben Kinder aufgrund der Körperrelationen einen natürlich ausgeprägten Respekt.

Auch beim Spielen gibt es Verantwortung

Bereits im frühen Alter beginnen die Kleinen, mit Spielzeug zu hantieren. Sie legen Stein auf Stein, graben in der Sandgrube und ordnen verschiedene Formen in passende Löcher. Im Laufe der Zeit werden sich in der Spielkiste des Nachwuchses mehr und mehr Spielsachen befinden. Eltern müssen ihrem Nachwuchs möglichst früh beibringen, was Verantwortung bedeutet. Das bedeutet: Spielen ist schön und gut, anschließend wird aber auch aufgeräumt. Das Aufräumen dient in erster Linie dem Schutz der Familienmitglieder, denn auf herumliegenden Autos kann man schnell ausrutschen und sich schwer verletzen. Bei Babys ist es für Eltern schwierig, es davon abzuhalten, alles mögliche in den Mund zu stecken. Gefährlich ist in diesem Fall nicht unbedingt die Zufuhr von Bakterien, sondern die Vermischung von Süßigkeiten und Spielzeug. Eltern sollten deshalb darauf achten, Dinge wie Murmeln, Nüsse oder andere Dinge von ihrem Kind fernzuhalten, da sie im schlimmsten Fall zum Ersticken führen könnten.

Typische Unfälle im Haushalt

Befindet sich der Nachwuchs im Kleinkindalter, beginnt es, die Umwelt auf eigenen Füßen zu entdecken. Eltern müssen zu diesem Zeitpunkt dafür sorgen, dass das Kind diese Aufgabe ungestört und sicher erledigen kann.

– Wohnzimmer: In diesem Raum trifft sich die Familie, Gäste werden empfangen und Kinder nutzen ihn häufig zum Spielen. „Zugestellte“ Wohnzimmer sind eine Behinderung für den kindlichen Bewegungsdrang, da Laufwege versperrt sind. Rutschende Teppiche sind genauso gefährlich wie Stolper- und Sturzfallen sowie hochstehende Teppichkanten.
– Stromunfälle: Für Einjährige sind Steckdosen genau in Sichthöhe. Das könnte durchaus ein Grund für die Faszination sein, die Steckdosen auf die Kleinen ausüben. Spezielle Kinderschutzsteckdosen besitzen einen eingebauten Verschlussmechanismus, der Kinder vor tödlichen Stromschlägen schützt. Mehrfachsteckdosen werden ebenfalls mit diesen Sicherungen angeboten.
– Stoß- und Schnittverletzungen: Möbel- und Tischecken können schnell zu schrecklichen Verletzungen beim Nachwuchs führen. Einige sind zwar der Ansicht, dass die Kleinen aus Erfahrung lernen, mit ungeschützten Kanten umzugehen. Sinnvoll ist es allerdings, Schrauben zu entfernen und die Möbel auf ihre Standfestigkeit zu kontrollieren. Schwere Gegenstände wie Vasen und Fernseher sollten sicher sein und nicht herabfallen können.

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